Schlussformel
„Wir danken ihm für die langjährige, stets sehr gute Zusammenarbeit."
Ein sehr warmer, guter Dank (Note-1-Niveau der Schlussformel). „Langjährig" betont die Verbundenheit, „stets sehr gute Zusammenarbeit" bewertet sie ausdrücklich positiv. Fehlt ein solcher Dank, ist das ein Signal.
Vollständig ergänzt: „… und bedauern sein Ausscheiden. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg."

Warum diese Note?
Der Dank für die Zusammenarbeit ist ein Pflichtbaustein der guten Schlussformel. Mit „stets sehr gut" verstärkt, hebt er den Abschluss auf Bestnoten-Niveau.
Arbeitszeugnis entschlüsseln: die Notentabelle
So klingt Schlussformel: Dank, Bedauern & Zukunftswünsche auf jeder Notenstufe. Deine Formulierung ist hervorgehoben.
| Note | Typische Formulierung |
|---|---|
| Note 1sehr gut | „Wir bedauern sein Ausscheiden, danken ihm für die stets sehr gute Leistung und wünschen ihm alles Gute"← diese Seite |
| Note 2gut | „Wir danken ihm für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für die neue Herausforderung viel Erfolg" |
| Note 3befriedigend | „Wir danken ihm für die Zusammenarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute" |
| Note 4ausreichend | „Wir wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute" |
| Note 5mangelhaft | „Das Zeugnis endet ohne Dank-, Bedauerns- und Schlussformel" |
Wo steht dieser Satz im Zeugnis?
Diese Formulierung gehört in die Schlussformel. So liest sie sich im Zusammenhang eines echten Arbeitszeugnisses:
Dieser Dank hebt zwei Dinge hervor: die „langjährige" Verbundenheit und die „stets sehr gute" Zusammenarbeit. Beides zusammen macht ihn zum Note-1-Baustein. Das „langjährig" ist dabei kein Füllwort — es unterstreicht, dass die Wertschätzung über die Zeit gewachsen und nicht nur höfliche Pflicht ist.
Wie sich diese Notenstufe von den übrigen unterscheidet, erklärt was die Schlussformel wirklich über dich aussagt.
Deine Rechte — und was du konkret tun kannst
Für „Wir danken ihm für die langjährige, stets sehr gute Zusammenarbeit." — eingeordnet als Note 1 (sehr gut) — bedeutet die Rechtslage konkret:
- Bei „Wir danken ihm für die langjährige, stets sehr gute Zusammenarbeit." ist die Bewertung bereits gut bis sehr gut — einen Anspruch auf eine noch bessere Note gibt es hier in aller Regel nicht.
- „Langjährig" und „stets sehr gut" zusammen belegen Verbundenheit über Zeit — ein warm gemeinter Dank-Baustein, der durch die Dauer-Betonung über das Standardmaß hinausgeht. Auf genau diese Formulierung gibt es keinen Rechtsanspruch; ob ein Arbeitgeber die Verbundenheit hervorhebt oder nicht, ist ihm freigestellt. Praktisch wichtiger: Dieser Satz ist nur ein Baustein der vollständigen Formel. Fehlen Bedauern und Zukunftswünsche, bleibt das Zeugnis trotz warmem Dank unvollständig — und die Vollständigkeit des Gesamtdokuments ist der realistischere Prüfpunkt.
- Ein Dank auf Note-1-Niveau übererfüllt den Anspruch auf eine wohlwollende Beurteilung. Eine noch weitergehende Formulierung einzufordern, würde dem Arbeitnehmer die Beweislast für außerordentliche Verdienste aufbürden — was in aller Regel kaum begründbar ist. Realistischer: prüfen, ob Bedauern und Zukunftswünsche als fehlende Bausteine ergänzt werden können.
Rechtsgrundlage: Der Anspruch auf ein qualifiziertes, wohlwollendes Zeugnis folgt aus § 109 GewO. Nach § 109 Abs. 2 GewO muss das Zeugnis klar formuliert sein und darf keine versteckten Merkmale (Geheimcodes) enthalten, die den Arbeitnehmer unzulässig herabsetzen.
Frist: Eine starre gesetzliche Ausschlussfrist gibt es nicht, ein Korrekturwunsch sollte aber zeitnah geäußert werden — je länger du wartest, desto eher kann der Anspruch verwirken. Zusätzlich können arbeits- oder tarifvertragliche Ausschlussfristen gelten. Was du auf Basis dieser Einordnung konkret tun kannst, vertieft Arbeitszeugnis anfordern — Recht, Frist und Musterbrief.
Häufige Verwechslungen
✗ „Langjährig" beschreibt nur die Dauer, nicht die Qualität.
✓ In Verbindung mit „stets sehr gut" verstärkt es die Wertschätzung — Note-1-Niveau.
Betonte Dauer plus ausdrückliches Qualitätslob ergeben einen besonders warmen Dank.
✗ Ein Dank allein macht schon die vollständige Schlussformel.
✓ Er ist ein Baustein — vollständig wird die Formel erst mit Bedauern und Zukunftswünschen.
Die gute Schlussformel besteht aus mehreren Bausteinen, nicht nur dem Dank.
Verwandte Formulierungen
„Wir danken ihm für die stets sehr guten Leistungen und die angenehme Zusammenarbeit, bedauern sein Ausscheiden und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg."
Note 5„Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. (ohne Dank für die Zusammenarbeit)"
Note 1„Er erledigte alle ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit."
Note 1„Seine Leistungen entsprachen unseren Erwartungen in jeder Hinsicht und in bester Weise."
Häufige Fragen
Welche Note bedeutet „Wir danken ihm für die langjährige, stets sehr gute Zusammenarbeit." im Arbeitszeugnis?▾
Diese Formulierung entspricht der Note 1 (sehr gut). Der Dank für die Zusammenarbeit ist ein Pflichtbaustein der guten Schlussformel. Mit „stets sehr gut" verstärkt, hebt er den Abschluss auf Bestnoten-Niveau.
Wie lautet eine bessere Formulierung?▾
Vollständig ergänzt: „… und bedauern sein Ausscheiden. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg."
Worauf kommt es bei „Wir danken ihm für die langjährige, stets sehr gute Zusammenarbeit." genau an?▾
„Wir danken ihm für die langjährige, stets sehr gute Zusammenarbeit." codiert Note 1 (sehr gut). Eine Stufe tiefer stünde „Wir danken ihm für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für die neue Herausforderung viel Erfolg" (Note 2, gut).
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