Zusammenfassende Beurteilung
„Er erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit."
Das entspricht der Note gut (2). „Stets" (durchgehend) ist gesetzt, aber „vollen" statt „vollsten" nimmt die höchste Steigerungsstufe zurück — eine solide, gute, aber nicht die beste Beurteilung.
Für die Bestnote: „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" — mit dem Superlativ „vollsten".

Warum diese Note?
Der einzige Unterschied zur Bestnote ist das fehlende „-sten". Der Superlativ „vollsten" markiert sehr gut; die einfache Steigerung „vollen" markiert gut.
Arbeitszeugnis entschlüsseln: die Notentabelle
So klingt Zusammenfassende Leistungsbeurteilung (Zufriedenheitsskala) auf jeder Notenstufe. Deine Formulierung ist hervorgehoben.
| Note | Typische Formulierung |
|---|---|
| Note 1sehr gut | „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" |
| Note 2gut | „stets zu unserer vollen Zufriedenheit"← diese Seite |
| Note 3befriedigend | „zu unserer vollen Zufriedenheit" |
| Note 4ausreichend | „zu unserer Zufriedenheit" |
| Note 5mangelhaft | „im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit" |
| Note 6ungenügend | „hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden" |
Wo steht dieser Satz im Zeugnis?
Diese Formulierung gehört in die Leistungsbeurteilung. So liest sie sich im Zusammenhang eines echten Arbeitszeugnisses:
Im Zeugnis steht hier das durchgehende „stets" — die Leistung war also ohne Unterbrechung gut. Was fehlt, ist der Superlativ: „vollen" statt „vollsten". Diese eine Silbe ist der ganze Abstand zur Bestnote und der Grund, warum der Satz trotz „stets" nur auf gut steht.
Wie sich diese Notenstufe von den übrigen unterscheidet, erklärt der feine Unterschied zwischen „voller" und „vollster" Zufriedenheit.
Deine Rechte — und was du konkret tun kannst
Für „Er erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." — eingeordnet als Note 2 (gut) — bedeutet die Rechtslage konkret:
- Bei „Er erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." ist die Bewertung bereits gut bis sehr gut — einen Anspruch auf eine noch bessere Note gibt es hier in aller Regel nicht.
- Die Kontinuität ist in diesem Satz ausdrücklich bestätigt: „stets" steht fest. Die Lücke zur Bestnote steckt allein im Grad — eine einzige Silbe trennt „vollen" vom Superlativ „vollsten". Wer auf eine Korrektur pocht, muss darlegen, dass die Leistungen nicht nur beständig, sondern auch auf dem höchsten Qualitätsniveau erbracht wurden; beides zusammen ergibt Note 1.
- Den Nachweis hervorragender Qualität trägst du als Arbeitnehmer selbst. Mit dem Satz in dieser Form hat der Arbeitgeber eine Note 2 bereits schlüssig belegt; zur Aufstufung auf den Superlativ muss die Beweislast aktiv bedient werden.
Rechtsgrundlage: Der Anspruch auf ein qualifiziertes, wohlwollendes Zeugnis folgt aus § 109 GewO. Nach § 109 Abs. 2 GewO muss das Zeugnis klar formuliert sein und darf keine versteckten Merkmale (Geheimcodes) enthalten, die den Arbeitnehmer unzulässig herabsetzen.
Frist: Eine starre gesetzliche Ausschlussfrist gibt es nicht, ein Korrekturwunsch sollte aber zeitnah geäußert werden — je länger du wartest, desto eher kann der Anspruch verwirken. Zusätzlich können arbeits- oder tarifvertragliche Ausschlussfristen gelten. Was du auf Basis dieser Einordnung konkret tun kannst, vertieft der 7-Punkte-Selbsttest: gutes oder schlechtes Zeugnis.
Häufige Verwechslungen
✗ Mit „stets" ist die Bestnote gesichert.
✓ Nein — „stets zur vollen Zufriedenheit" ist Note 2; für Note 1 fehlt der Superlativ „vollsten".
„Stets" bedient die Häufigkeits-Achse, nicht den Grad der Zufriedenheit.
✗ „voll" und „vollste" meinen dasselbe, das ist nur Stilfrage.
✓ In der Zeugnissprache ist „vollste" eine eigene, höhere Stufe als „volle".
Die Steigerungsform ist hier bewusst codiert und nicht beliebig.
Verwandte Formulierungen
„Er erledigte alle ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit."
Note 3„Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit."
Note 2„Er erledigte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit."
Note 2„Er verfügt über ein gutes Fachwissen, das er sicher einsetzte."
Häufige Fragen
Welche Note bedeutet „Er erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." im Arbeitszeugnis?▾
Diese Formulierung entspricht der Note 2 (gut). Der einzige Unterschied zur Bestnote ist das fehlende „-sten". Der Superlativ „vollsten" markiert sehr gut; die einfache Steigerung „vollen" markiert gut.
Wie lautet eine bessere Formulierung?▾
Für die Bestnote: „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" — mit dem Superlativ „vollsten".
Worauf kommt es bei „Er erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." genau an?▾
„Er erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." codiert Note 2 (gut). Eine Stufe höher hieße es „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" (Note 1, sehr gut).
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