Verhalten & Führung

Bei Vorgesetzten und Kollegen genoss er gleichermaßen hohes Ansehen."

Note 1sehr gutBedeutung im Klartext

Sehr positives Ansehen (Note 1). „Hohes Ansehen" bei beiden Bezugsgruppen „gleichermaßen" heißt: durchweg respektiert und geschätzt — ein starkes Signal, solange die Leistung im Zeugnis ebenfalls gelobt wird.

Bessere Formulierung

Bereits sehr stark. Achte darauf, dass „hohes Ansehen" nicht das einzige Lob bleibt — sonst kippt es (siehe „umgänglicher Kollege").

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Führungskraft erläutert dem Team eine Idee am Whiteboard

Warum diese Note?

Ansehens-Formeln gehören zur Bestnote, wenn sie neben dem Leistungslob stehen. „Gleichermaßen" schließt aus, dass eine Gruppe (etwa die Vorgesetzten) ausgespart wird.

Arbeitszeugnis entschlüsseln: die Notentabelle

So klingt Ansehen & Persönlichkeit auf jeder Notenstufe. Deine Formulierung ist hervorgehoben.

NoteTypische Formulierung
Note 1sehr gutgenoss aufgrund seiner Leistung und Persönlichkeit bei allen hohes Ansehen"← diese Seite
Note 2gutwar bei Vorgesetzten und Kollegen anerkannt und geschätzt"
Note 3befriedigendwar anerkannt und geschätzt"
Note 4ausreichendwusste sich zu verkaufen"
Note 5mangelhaftwar ein umgänglicher Kollege"

Wo steht dieser Satz im Zeugnis?

Diese Formulierung gehört in die Verhaltensbeurteilung. So liest sie sich im Zusammenhang eines echten Arbeitszeugnisses:

Der Satz nennt beide Bezugsgruppen — Vorgesetzte UND Kollegen — und bindet sie mit „gleichermaßen" zusammen. Damit schließt er die häufigste Lücke solcher Formeln: dass eine Seite (meist die Vorgesetzten) ausgespart bleibt. Als Ansehensbeleg neben dem Leistungslob steht er sicher auf Note 1; bliebe er das einzige Lob, drohte auch hier das Kippen.

Wie sich diese Notenstufe von den übrigen unterscheidet, erklärt die berüchtigten Persönlichkeits-Geheimcodes.

Deine Rechte — und was du konkret tun kannst

Für „Bei Vorgesetzten und Kollegen genoss er gleichermaßen hohes Ansehen." — eingeordnet als Note 1 (sehr gut) — bedeutet die Rechtslage konkret:

  • Bei „Bei Vorgesetzten und Kollegen genoss er gleichermaßen hohes Ansehen." ist die Bewertung bereits gut bis sehr gut — einen Anspruch auf eine noch bessere Note gibt es hier in aller Regel nicht.
  • Das Ansehen bei beiden Bezugsgruppen — Vorgesetzten und Kollegen — ist in diesem Satz bewusst vollständig gemacht: „gleichermaßen" schließt die häufigste Lücke solcher Formeln, dass eine Gruppe ausgespart bleibt. Dieser Teil der Verhaltensbeurteilung bietet daher in aller Regel keine Angriffsfläche. Lohnenswert ist ein anderer Blick: Bewertet das Gesamtzeugnis auch die fachliche Seite ausdrücklich, oder bleibt das Ansehensbeleg die einzige Aussage?
  • Wer trotz dieser Formulierung weitere Verbesserungen am Verhaltenslob fordert, muss benennen, was konkret fehlt oder missverständlich ist. Eine fehlende Leistungsbeurteilung hingegen ist ein Mangel, den schon das Zeugnis selbst offenbart.

Rechtsgrundlage: Der Anspruch auf ein qualifiziertes, wohlwollendes Zeugnis folgt aus § 109 GewO. Nach § 109 Abs. 2 GewO muss das Zeugnis klar formuliert sein und darf keine versteckten Merkmale (Geheimcodes) enthalten, die den Arbeitnehmer unzulässig herabsetzen.

Frist: Eine starre gesetzliche Ausschlussfrist gibt es nicht, ein Korrekturwunsch sollte aber zeitnah geäußert werden — je länger du wartest, desto eher kann der Anspruch verwirken. Zusätzlich können arbeits- oder tarifvertragliche Ausschlussfristen gelten. Was du auf Basis dieser Einordnung konkret tun kannst, vertieft der 7-Punkte-Selbsttest: gutes oder schlechtes Zeugnis.

Häufige Verwechslungen

  • „Hohes Ansehen" allein macht schon die Bestnote.

    Erst neben einem Leistungslob — als einzige Aussage würde selbst „hohes Ansehen" zum Warnsignal.

    Ansehen ist ein Verhaltens-, kein Leistungsbeleg.

  • „gleichermaßen" ist ein Füllwort ohne Bedeutung.

    Es schließt aus, dass eine Bezugsgruppe ausgelassen wird — genau solche Auslassungen sind sonst codierte Kritik.

    In der Zeugnissprache verrät oft die weggelassene Gruppe die eigentliche Bewertung.

Häufige Fragen

Welche Note bedeutet „Bei Vorgesetzten und Kollegen genoss er gleichermaßen hohes Ansehen." im Arbeitszeugnis?

Diese Formulierung entspricht der Note 1 (sehr gut). Ansehens-Formeln gehören zur Bestnote, wenn sie neben dem Leistungslob stehen. „Gleichermaßen" schließt aus, dass eine Gruppe (etwa die Vorgesetzten) ausgespart wird.

Wie lautet eine bessere Formulierung?

Bereits sehr stark. Achte darauf, dass „hohes Ansehen" nicht das einzige Lob bleibt — sonst kippt es (siehe „umgänglicher Kollege").

Worauf kommt es bei „Bei Vorgesetzten und Kollegen genoss er gleichermaßen hohes Ansehen." genau an?

„Bei Vorgesetzten und Kollegen genoss er gleichermaßen hohes Ansehen." codiert Note 1 (sehr gut). Eine Stufe tiefer stünde „war bei Vorgesetzten und Kollegen anerkannt und geschätzt" (Note 2, gut).

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